Freundeskreis historisches Ihringshausen e.V.
Freundeskreis historisches Ihringshausen e.V.

Rückblick auf unsere Veranstaltungen in 2010:

Ihringshieser Schlachteessen

Ein voller Erfolg war unser „Ihringshieser Schlachteessen“ am 5. November im FuldaTaler Forum. Etwa 130 Gäste haben ein Buffet vorgefunden, das das Wasser im Munde zusammenlaufen ließ. Weckewerk und Bratwurst mit Salzkartoffeln und Sauerkraut war nur eines der leckeren Angebote. Nach dem Essen hatte jeder die Möglichkeit, Lose für eine Tombola mit attraktiven Preisen zu erstehen. Die Verlosung wurde mit Spannung erwartet und durchgeführt. Die Gewinner wurden reichlich beklatscht. Auch danach wurde gemütlich weiter geschnuddelt, bis sich der Saal zu später Stunde langsam leerte.
Vielen Dank für die Herstellung und Zubereitung der leckeren Speisen, den Sponsoren der Tombola und allen, die mit ihrem Einsatz für das Gelingen beigetragen haben. (us)

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Bunkerbesichtigung

Etwa 150 Interessierte hatten sich am Samstag, den 21. August 2010 bei herrlichem Sommerwetter auf dem Gelände der Firma Schade eingefunden, um einer Einladung des FKHI zur Besichtigung des Bunkers „Eichhecke“ zu folgen. Dank der Helfer des DRK Ihringshausen, die u.a. für die Beleuchtung der Bunkergänge gesorgt haben und den Vorbereitungsarbeiten durch die FKHI- Mitglieder, wurde es ein interessantes Erlebnis, die ca. 60m Bunkergänge zu besichtigen. Auch einige Zeitzeugen waren darunter, die davon erzählten, wie es ihnen erging, als sie in den Jahren 1943 bis 1945 immer wieder vor den feindlichen Bomben Schutz in diesem Bunker suchen mussten. Wer wollte, konnte sich bei einem kühlen Getränk an die Tische setzen und seine Eindrücke teilen. An Informationstafeln, die unser Mitglied Klaus Rösch vorbereitet hatte, konnte man Hintergrundinformationen zum Bunkergewölbe lesen. Der 1. Vorsitzende des FKHI, Horst Werner, bedankte sich besonders bei den Helfern des DRK Ihringshausen und Herrn Schade, der es ermöglichte, diesen auf seinem Privatgelände liegenden Bunker, zu besichtigen. Besonderer Dank gilt auch Klaus Rösch, der die "Bunker-Geschichte" ins Rollen brachte. Ausgangspunkt seiner Nachforschungen war die "Bickel-Chronik" in der es Hinweise auf die Stollen und Bunker in Ihringshausen gibt, ein Thema, das ihn sehr interressiert. Durch seine ausführlichen Recherchen und Informationen, sowie hervorragende Organisation, hat er zu einem bewegenden Ereignis für Alt und Jung beigetragen. (us)
Helferteam
vlnr: Horst Werner, Klaus Rösch, Mitarbeiter des DRK Ihringshausen
Infotafen
Zeitzeugen im Gespräch

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"Volles Haus"

war wieder einmal angesagt in unserem Vereinslokal Gaststätte „Zur Krone“.
Der Freundeskreis historisches Ihringshausen hatte am 16.04. 2010 zu einem Vortragabend zu dem Thema „ Luftschutzstollen und Bunkeranlagen in Ihringshausen in der Zeit von 1940 bis 1945“ eingeladen, und so viele Mitglieder, Gäste und Freunde des FKHI waren erschienen, dass der große Saal voll wurde.
Unser Mitglied Klaus Rösch hat sich, durch Hinweise in Altbürgermeister Bickels Buch „ Die Geschichte eines Kasselers Vorortes“ neugierig geworden, dieses Themas „beamtenmäßig“ (wie wohl sonst?) angenommen.
Dabei ist eine so umfangreiche Präsentation entstanden, für die ein Abend allein nicht ausreichend scheint. Es blieb deshalb bei einer ausführlichen Zusammenfassung, die aber für die Anwesenden deshalb nicht weniger interessant war.
Um seinen Ausführungen und Erklärungen noch besser folgen zu können, hatte Klaus Rösch die beschriebenen Orte an denen Stollen oder Bunker waren, als Folien und Skizzen zur Veranschaulichung vorbereitet. Sogar Luftaufnahmen waren darunter und man konnte als außen stehender nachvollziehen, wo die Bunker bzw. Stollen lagen und teilweise sogar noch sind.
Durch viele Gespräche mit Zeitzeugen und Fachleuten, Recherchen bei z.B der Eon in Borken und der UNI Kassel konnte Klaus Rösch alte Bunkerlagepläne und Baupläne nachvollziehen und das Anlegen von Stollen und Splittergräben erklären. Die Bunkeranlage auf dem heutigen Bauhof konnte sogar vermessen und aufgezeichnet werden, wobei Gerhard Lauff seine Fertigkeit als Technischer Zeichner unter Beweis stellen konnte.
Trotz dieser sehr gelungenen Präsentation wies Klaus Rösch jedoch immer wieder darauf hin, dass das alles ohne die Gespräche und das weitergeben von Wissen der Zeitzeugen in diesem Umfang nicht möglich gewesen wäre.
Nach Abschluss des fast 2stündigen Vortrages konnte man eben gehörtes an zusätzlich aufgestellten Ausstellungswänden noch einmal nachlesen und in Bildern nachvollziehen.Viele der Mitglieder erinnerten sich aber in Gesprächen miteinander an diese Zeit, und es wurde noch ein langer Abend.
Ein Termin zur Begehung der Bunkeranlage in der Grebenstraße wird demnächst noch bekannt gegeben. (W.S.)