Freundeskreis historisches Ihringshausen e.V.
Freundeskreis historisches Ihringshausen e.V.

         Rückblick auf unsere Veranstaltungen in 2017:

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Ein Spaziergang durch Alt-Ihringshausen – auf den Spuren der Vergangenheit

„Ihringshausen auf Wanderschaft“ hätte das Motto am 26. Mai sein können, als über 120 Besucher dem bebilderten Vortrag von Werner Windeknecht lauschten. Wobei „lauschten“…? Das Stimmengewirr war wohl der beste Beweis dafür, dass das Interesse der Zuschauer geweckt wurde. Aber wer kann schon ruhig sein, wenn man etwas Altbekanntes erblickt? Da muss dem Nachbarn einfach zugeraunt werden „Mensch, kennste das dann noch?“

 

„Interesse, Freude am Abenteuer, Bereitschaft zum Eintauchen in die Vergangenheit und ein Blick für die Veränderungen“, so zählte Klaus Rösch in seiner Eröffnungsrede die Voraussetzungen auf, die jeder „Spaziergänger“ an diesem Abend benötigte. Mit der Lust darauf, in die Vergangenheit einzutauchen, von Jugenderinnerungen erfasst zu werden oder einfach nur festzustellen „so hat es in Ihringshausen mal ausgesehen“, waren die Besucher an diesem Abend ins Fuldataler Forum gekommen. Fast zwei Stunden Unterhaltung, inklusive Verpflegungspause, bot unser „Wanderführer“ Werner Windeknecht. Die Veckerhagener Straße ging es rauf und runter, um die Kirche drum herum, mal hier mal dort in die Nebenstraßen. Der erweiterte Ortskern, könnte man sagen, wurde abgeklappert. Bei so manchem Bild hätte der ein oder andere sicherlich gerne noch ein Weilchen verweilt. Doch die Tagesetappe, die für den Spaziergang geplant war, sollte geschafft werden und so ging es strammen Schrittes voran. Selten hat man einen so interessanten, unterhaltsamen und geselligen „Spaziergang“ unternommen, der kein bisschen anstrengend war. Noch dazu gestärkt von kühlen Getränken und leckeren Gehacktes- und Käsebrötchen.

 

Ein Dank an dieser Stelle an alle fleißigen Hände im Hintergrund, die Brötchen schmieren, Tische rücken, Stühle stellen und alles thematisch passend und ideenreich dekorieren! Ohne euch wäre ein solcher Abend nicht möglich!

 

 Auch unserem Referenten sei an dieser Stelle dafür gedankt, dass er sich dem größeren Publikum gestellt und diesem einen schönen Abend bereitet hat.

 

Wenn Sie Anregungen und Ideen haben oder sogar einen Vortrag bei uns halten möchten, dann freuen wir uns, von Ihnen kontaktiert zu werden. Bitte denken Sie auch an uns, wenn Ihnen alte Fotos, Briefe oder Postkarten in die Hände fallen. Informationen zu unserer Vereinsarbeit erhalten Sie unter anderem über www.fkhi.de.

(JB)

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Der Freundeskreis auf Reisen

 

Bei strahlendem Sonnenschein sind am 25. März über 40 geschichtsinteressierte Vereinsmitglieder und Freunde aufgebrochen, um das hessische Landesmuseum in Kassel zu besuchen. Von den drei dort präsentierten Ausstellungen, war „Mitten im Leben“ von besonderem Interesse, schließlich hat der FKhI zu dieser Ausstellung mit einigen Stücken aus dem Vereinsarchiv beigetragen. Aufgrund des regen Interesses an diesem Ausflug, erfolgte die Führung durch das Museum in zwei Gruppen. Ein wenig Klassenausflug-Atmosphäre war zu spüren, nicht nur wenn heimlich um die Ecke gespäht wurde, um zu gucken, wie weit die andere Gruppe bereits ist. Da hieß es auch, „Durchzählen ob alle da sind“, „bitte recht freundlich für das Gruppenfoto“ und „wann gibt es was zu essen“?

 

Neben Familien- und Portraitaufnahmen, von denen einige Ihringshausen zuzuordnen waren, beeindruckte auch der Einblick in die Freizeitgestaltung von vor über hundert Jahren. Für manch einen heutzutage kaum vorstellbar, dass es Zeiten ohne Fernsehen und Computer gab. Aber die Ausstellungsstücke, Texte und akustischen Elemente haben den Eindruck geweckt, dass die Menschen zur damaligen Zeit viel geselliger waren als heute.

 

Neben Einblicken in die Mode- und Einrichtungsstile des 19. und 20. Jahrhunderts wurde deutlich, wie sich auch die Arbeitswelt seither verändert hat. Die Mechanisierung hat nicht nur Arbeitserleichterung gebracht, sondern gleichzeitig ganze Berufsgruppen verschwinden lassen. Denn wer kennt heutzutage schon noch einen Kötzenmacher oder Ahlendreher?

 

Auch der Wandel im gesellschaftlichen Bild der Frau fand seinen Raum und sorgte für die eine oder andere Diskussion, sowie Erinnerungen an die Jugend und die ersten Ehe- und Berufsjahre.

 

Bei Weitem konnte nicht allen Exponate die verdiente Aufmerksamkeit gezollt werden, sodass der Ausflug für die meisten Besucher wohl eher ein „kleiner Vorgeschmack“ auf einen privaten und dann ausführlicheren Museumsbesuch gewesen sein mag.

Dass das Archivierungsteam, mit dem Vorschlag zu diesem Ausflug, eine tolle Idee hatte, wurde bei den angeregten Gesprächen, beim anschließenden Kaffeetrinken in der Grauen Katze, deutlich.

(JB)

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Jahreshauptversammlung am 19. Februar 2017

 

Der 19. Februar 2017 war ein bewölkter, regnerischer Sonntag. Auch wenn die Zugvögel aus dem Süden zurückkamen und somit den Frühling ankündigten, mochte man bei diesem Wetter doch am liebsten auf dem heimischen Sofa liegen. Umso schöner, dass sich fast 60 Vereinsmitglieder und Gäste, von Kaffee und Kuchen locken ließen und ins FuldaTaler Forum kamen. Ob die Verpflegung lockte, die Aussicht viele bekannte Gesichter zu sehen oder sogar die angekündigte Tagesordnung, sei mal außer Acht gelassen. Festzuhalten ist aber, dass auch eine Pflichtveranstaltung wie die Jahreshauptversammlung, zu einem gemütlichen Nachmittag werden kann, wenn man auf ein so erfolgreiches Jahr wie 2016 zurückblicken und sich auf einige Aktivitäten in 2017 freuen kann.

 

Der Bericht des ersten Vorsitzenden Klaus Rösch resümierte das vergangene Jahr, das einige Schmeckewöhlerchen zu bieten hatte. Im März 2016 konnten sich die Besucher beim Tag der Archive nicht nur zum Motto „Mobilität im Wandel“ informieren, sondern auch durch die umfangreiche Bildersammlung des Vereins stöbern. Im April 2016 setzte sich die Vortragsreihe mit einem Abend rund um das DRK-Ihringshausen fort, der sehr gut angenommen wurde und ein Beispiel dafür war, dass zwei Vereine, die eigentlich keine großen Gemeinsamkeiten haben, doch sehr gut harmonieren können. Dies wurde im September 2016 erneut, anlässlich des 90. Geburtstags der Märchenmühle, unter Beweis gestellt. Das Fazit der Veranstaltung ist nicht nur ein klares „Sehr gut!“ gewesen, sondern äußerte sich auch in Form einer Spende von über 1.000 €, die der Gemeinde übergeben wurde. Möglich war diese Veranstaltung nur, weil eine Vielzahl von Vereinen und Verbänden, Hand in Hand gearbeitet hat und das gemeinsame Ziel, nämlich die Märchenmühle zu erhalten und ihr eine kleine Schönheitskur zu ermöglichen, immer im Vordergrund stand. So konnte im Zuge der Eröffnung des Fuldataler Weihnachtsmarktes die Spende übergeben werden, die eine behindertengerechte Toilettenanlage mitfinanzieren soll. Wir sind gespannt, wann diese gebaut wird und freuen uns, dass die Märchenmühle dann wieder für alle Generationen attraktiv und nutzbar ist.

 

Die Arbeit des Vereins, die am intensivsten im Vereinsarchiv geleistet und vorangetrieben wird, wurde auch von Fuldatals Bürgermeister Karsten Schreiber gelobt und gewürdigt. Er dürfte am Montag mit mehreren „kleinen Hausaufgaben“ das Rathaus betreten haben.

 

Nicht nur Ihringshausen profitiert von der Vereinsarbeit, die sich in den Buchveröffentlichungen und Vorträgen äußert, sondern auch die Mitarbeit im Arbeitskreis nordhessischer Archive und die damit verbundene Zusammenarbeit mit dem hessischen Landesmuseum zeigt, wie wichtig es ist, die Historie festzuhalten und zu pflegen.

 

Besonders viel versprechend war in diesem Zusammenhang der Ausblick auf die diesjährige Jahresplanung. Neben einem Vortrag unter dem Titel „Ein Spaziergang durch Alt-Ihringshausen“ im Mai 2017 und den Teilnahmen an der Straßenkirmes (sollte sie stattfinden) und dem Weihnachtsmarkt, ist auch ein Ausflug in das hessische Landesmuseum in Planung, bei dem der Beitrag des FKhI zur Dauerausstellung des Museums sicherlich nochmals besonders zur Geltung kommen wird. Im November wollen wir das Jahr dann mit dem Winterschmaus ausklingen lassen und damit eine weitere Tradition fortsetzen.

 

Einen viel versprechenden Ausblick auf den Vortrag im Mai, gab Werner Windeknecht zum Abschluss der Jahreshauptversammlung. An den Reaktionen der Anwesenden konnte erahnt werden, dass das Interesse an alten Bildern und Geschichte nicht abreißt.

Schon jetzt wurde auf die Vorstandswahlen in 2018 hingewiesen, die motivierte und engagierte Mitglieder dafür nutzen sollen, sich für die Vorstandsarbeit zu bewerben. Aber auch jene Mitglieder, die sich eine Mitarbeit bei den stillen, aber sehr fleißigen Helfern im Hintergrund vorstellen können, sollten sich nicht scheuen einmal „Hier“ zu rufen und anzupacken. Denn die Bilder archivieren sich nicht automatisch, Stühle und Tische stellen sich nicht von selber, die wunderschöne Deko fliegt nicht einfach auf ihren Platz, Brötchen kommen nicht belegt zu den Veranstaltungen und auf die Bewirtung können sich die Gäste auch immer verlassen. Kurzum, vor einer gelungenen Veranstaltung müssen so manche Ärmel hochgekrempelt werden, doch letztlich schaffen viele Hände ein schnelles Ende.

 

Der Vorstand würde sich freuen, wenn Sie weiterhin Interesse an der Arbeit des Vereins zeigen und diese tatkräftig unterstützen.

(JB)

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Spaziergang durch Alt-Ihringshausen

 

Am 15.02.2017 war der Freundeskreis historisches Ihringshausen zu Gast bei den Senioren in der evangelischen Kirche in Ihringshausen.

 

Für unseren Verein ist dies Ereignis immer wieder eine Herausforderung, der wir sehr gern nachkommen.

 

Aus dem Archiv des FKhI stellen wir für jeden Vortrag eine neue Reise in die Vergangenheit zusammen, in der wir die alte Ortsansicht, die Gebäude, die alten Straßen und den heutigen Ist-Zustand zeigen.

 

Im Fundus unseres Archivs haben wir über achttausend Kostbarkeiten unseres Ortes Ihringshausen an Hand von Bildmaterial und Dokumenten  gespeichert. Die uns überlassenen Bilder wurden alle digitalisiert und so für die Nachwelt gesichert. Die uns übereigneten Bilder sind in unzähligen Ordnern gesammelt, bezeichnet und mit Namen versehen. Nur so haben wir einen lückenlosen Nachweis unserer Geschichte.

Wenn man nun eine Veranstaltung wie einem Spaziergang durch Alt-Ihringshausen organisiert, braucht man nur auf das Archiv zurückzugreifen.

Man braucht allerdings auch erfahrene Kenner der Ortsgeschichte, wie Werner Windeknecht und Gerhard Lauff, die diesen Vortrag präsentierten und Geschichten und Anekdoten zum Besten gaben.

 

Diesmal führte uns der Spaziergang von der Kirche durch die Friedhofstraße und anschließend in die Molktestraße sowie die Ihringstraße.

 

Die älteren Zuhörer/innen haben selbst viele Erinnerungen an diese Zeit.

Ein Spaziergang durch Alt-Ihringshausen ist immer eine Zeitreise in die jungen Jahre der Gäste, die selbst viele Geschichten und Erinnerungen  in den Vortag einbringen.

                     

Auch wir lernen bei jedem Vortrag dazu, können uns austauschen und die Erinnerungen anderer Zeitzeugen  sammeln.

Für uns ist das schönste Geschenk, wenn man die Freude in den Augen und Gesichtern der Zuhörer sieht und sie sagen: “Danke für diese schöne Reise, ich kann zwar nicht mehr so gut laufen, aber ich war dabei!“

 

Wir versprechen wir kommen wieder, wenn Ihr es wünscht!

 

(KR)

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